Schulbank für eine Woche mit Mitarbeit im Seniorenheim getauscht

Sozialpraktikum 2005 im Max-Planck-Gymnasium Düsseldorf

 Zum ersten Male wurden für unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 ein Sozialpraktikum in den verschiedensten Einrichtungen der AWO, Caritas, Diakonie und der Stadt Düsseldorf durchgeführt. Dabei nahmen alle Schülerinnen und Schüler aus den Fächern Praktische Philosophie (Kalusche und Schönewald), Evangelische Religionslehre (Dr. Schwarze) und Katholische Religionslehre (Bienefeld) teil.

Die überaus gelungene Premiere hat die verantwortlichen Kollegen ermutigt, auch im kommenden Schuljahr dies durchzuführen.

Wir haben uns für dieses Projekt entschieden, damit Jugendliche Erfahrungen in Lebensbereichen sammeln, zu denen junge Menschen zukünftig möglicherweise  immer weniger Zugang haben. Durch eine direkte Erfahrung und Begegnung und durch aktives Mitarbeiten sollen sie Verständnis für ältere Menschen, kleine Kinder, für Jugendliche, für Behinderte, für soziale Randgruppen … für Menschen in Not bekommen.

Dabei haben wir nicht nur als Lehrer die Hoffnung, dass dies zum Reifungsprozess der Jugendlichen beiträgt, sondern vielleicht erste persönliche soziale Einstellungen reflektiert oder korrigiert werden. Wahrscheinlich findet sogar die eine oder andere Teilnehmerin bzw. Teilnehmer eine erste Anregung zu einem persönlichen sozialen Engagement. Es muss jedoch auch erwähnt werden, dass der eine oder andere Schüler erfreulicherweise schon in sozialen Bereichen aktiv ist. Ein weiteres wesentliches Element dieser schulischen Veranstaltung ist die Chance für jeden, Eigeninitiative zu fördern und Selbstvertrauen weiterzuentwickeln.

Die zwei wesentlichen Merkmale zum Ablauf dieses Projekts sind, 1. dass die Schülerinnen und Schüler sich selbst (wahrscheinlich zum ersten Mal in ihrem Leben) die Praktikumsstelle aussuchen und sich dann dort bewerben, und 2. dass dies hoffentlich eine erste Ermutigung zu sozialer Aktivität der Schülerinnen und Schüler ist.

 

Zusammenfassend möchte ich zum ersten durchgeführten Sozialpraktikum folgendes ergänzen: Von Eltern, Schülern und Kollegen wurden die Ergebnisse positiv bewertet; wir sind daher überzeugt, wir sollten dieses Praktikum als eine feste Einrichtung in unser Schulleben einführen. Insbesondere von den Schülerinnen und Schülern, aber auch von vielen Eltern wie auch von den Verantwortlichen der verschiedenen Einrichtungen wurden Anregungen gemacht, ab kommenden Schuljahr das Praktikum in einem 14-tägigen Zeitrahmen durchzuführen. Darüber muss ernsthaft nachgedacht werden.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den sozialen Einrichtungen der AWO, Caritas, Diakonie und der Stadt Düsseldorf sei herzlich für die Aufnahme und Betreuung unserer Schülerinnen und Schüler gedankt.

Carl-Wilhelm Bienefeld

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