Max Planck Porträt 2003
GK Kunst Jgst. 11 / SwietlikIm Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Thema „Farbe-Licht-Problematik in der Malerei“ setzten sich die Schüler zunächst mit den physiologischen Vorgängen des Farbensehens auseinander. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Farbenlehre von Johannes Itten, nach der sieben Farbkontraste unterschieden werden. Auf Basis dieser Farbkontraste bekamen die Schüler die Aufgabe, einen vorgegebenen Ausschnitt (4,5 x 4,5 cm) eines Schwarz-Weiß-Fotos in einen „klingenden“ Farbkontrast umsetzen und diesen auf ein Maß von 40 x 40 cm vergrößern. Die Schüler kannten zunächst nur ihren eigenen Ausschnitt und wußten, dass es sich um ein Porträt handeln würde. Für die farbige Umsetzung standen den Schülern drei verschiedene Malweisen zur Auswahl: - monochrome Flächengestaltung ohne Übergänge zwischen den Farbtönen - kommaartig getupfte Pinselstriche / Nebeneinandertupfen verschiedenster Töne („impressionistisch“) - strähnig, malerischer Pinselduktus (sichtbare Pinselspuren und unscharfe Grenzen zwischen den Farbtönen) Gearbeitet wurde mit Acrylfarben (Dispersionsfarben) auf weiß grundierten Tafeln aus Graupappe. Schon nach kurzer Zeit entwickelten die Schüler ein reges Interesse am Gesamtergebnis der Arbeit und waren bestrebt, die benachbarten Farbtafeln zu entdecken. Stück für Stück setzte sich das Porträt zusammen. Einige Korrekturen wurden gemeinsam anhand der vollständigen Fotovorlage beschlossen, andere entstandene „Brüche“ wurden bewußt beibehalten, um eine wechselhafte und damit lebendige Wirkung des Kopfes zu verstärken. Am Ende der Arbeitsphase wurde gemeinschaftlich eine Grundplatte gerahmt. Auf diese wurden dann die einzelnen Tafeln aufgeleimt. Auch die Aufhängung der Arbeit übernahmen die Schüler selbst. Folgende Schüler waren am Projekt beteiligt: Laurenz Backhaus |

