Politische und wirtschaftliche Situation Frankreichs im 18. Jahrhundert

Politische Ereignisse in Frankreich im 18. Jahrhundert
Reihenfolge der französischen Herrscher
1715 Nach dem Tod Ludwigs XIV. trat sein 15-jähriger Enkel Ludwig XV. die Thronnachfolge an.
1774 Nach 59 Jahren dankt Ludwig XV. ab und wiederum ein Enkel trat das Erbe an, Ludwig XVI.
1792 Nach nur 18 Jahren stieg Ludwig XVI. vom Thron herab.

Kurzuebersicht zu der Herrschaft Ludwigs XIV.
Schon mit fuenf Jahren saß er, nach dem Tod seines Vaters auf dem Thron Frankreichs. Er regierte den Staat sehr pflichtbewusst und präsentierte sich selbst als Vorbild des absolutistischem Herrschers von Gottes Gnaden in der Zeit des Absolutismus in Europa. Er machte Frankreich zum absoluten Staat. Alle Adeligen und sonstige wohlhabende Persönlichkeiten, die Ihm hätten gefährlich werden können, wurden mit angesehenen Positionen, die aber von rein zeremonieller Bedeutung waren, zufriedengestellt. So konnte er ungestört Frankreich zur Weltmacht fuehren.

Kurzuebersicht zu den Herrschaften Ludwigs XV. und Ludwigs XVI.
Sie waren beide gutmuetige Herrscher, jedoch fehlte ihnen die Fähigkeit Frankreich so ruhmreich zu regieren, dass sie den Beduerfnissen des Volkes gerecht wurden. Daher kam es auch, dass Ludwig XV. ermordet und an einem geheimen Ort verbrannt wurde. Ludwig XVI. hatte das Glueck an seiner Seite die junge Königin Marie Antoinette zu haben, die ihn immer wieder Rat gab, damit er die nötigen Reformen verhindern konnte.

Der Widerstand gegen die Monarchie
Die intellektuelle Opposition gegen die Monarchie wurde von den Philosophen und französischen Schriftstellern des 18. Jahrhunderts, die die politischen , sozialen und wirtschaftlichen Probleme erkannt hatten, angefuehrt. Sie waren gegen Traditionen und Konventionen als Leitfäden fuer politisches Handeln und forderten stattdessen Rechte fuer das Volk, die besagten, dass jeder Mensch dem anderen gleichstände und jeder ein Recht auf Freiheit, soziales Leben und Besitz habe. Daraus entstuende die Aufgabe des Staates die Rechte zu wahren. Aus dieser Denkensweise entstand die französische Revolution 1789.

Die Wirtschaft
Im 18. Jahrhundert erlebt Frankreich, trotz der dunklen Ereignisse aus dem 17. Jahrhundert und die eigenartige Weise Ludwigs XV. und XVI. zu regieren, einen Wirtschaftsaufschwung den es seinesgleichen kaum zuvor gegeben hat. Die Zahl der französischen Bevölkerung wuchs von 21 Millionen im Jahr 1700 auf 28 Millionen im Jahr 1790. Das Landwirtschaftseinkommen stieg um satte 60%. Wirtschaftshistoriker setzten den Beginn der industriellen Revolte in Frankreich an, eine Zeit in der das Land die fuehrende Industrienation der Welt war. Das Straßennetz wurde zum effektivsten Europas ausgedehnt. Die Handelsflotte Frankreichs wurde um 5.000 Schiffe aufgestockt, damit der Handel zwischen Amerika, Afrika und Indien weiter ausgebreitet werden konnte. Dies verhalf Kaufleuten in den Atlantikhäfen zu Reichtum und Wohlstand. Das Einkommen der Arbeiter und Handwerker konnte dagegen in den Städten mit der steigenden Inflation kaum Schritthalten.

Max Schulz

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