Umwelt

Umweltfragen werden am Max-Planck Gymnasium schon seit Jahren in verschiedenen Fächern immer wieder thematisiert. Dies geschieht in erster Linie sowohl im naturwissenschaftlichen Bereich (Physik, Biologie, Chemie) wie auch im gesellschaftswissenschaftlichen (Erdkunde und Politik) und in Religion.

In den einzelnen Fächern gibt es teilweise im Rahmen der Obligatorik der Richtlinien bestimmte ökologische Inhalte, jedoch ist eine fächerübergreifende Abstimmung über eine Zuordnung ökologischer Aspekte dort nicht gegeben.
Die Richtlinien begnügen sich vielmehr mit der Aufforderung fächerübergreifend zu arbeiten, überlassen die Konkretisierung aber den Fachkonferenzen, die sie in der Regel wieder dem Fachlehrer überlassen.
D.h. die Behandlung ökologische Fragestellungen bleibt, soweit sie nicht aufgrund der Richtlinien obligatorisch ist, abhängig vom Interesse des Fachlehrers bzw. der Schüler.

Das MPG hat sich bisher noch kein ökologischen Schulprogramm (Erlaß vom 22.02.96) gegeben; ein solches ist sicherlich für die Zukunft erstrebenswert. Dazu ist aber zuerst eine umfassende Analyse der verschiedenen ökologischen Aspekte zu erstellen, die aber nur teilweise durch die Schule geleistet werden kann.

Die dazu notwendige Unterstützung von Seiten der Stadt wird aus finanziellen Gründen nur in kleinen Etappen erbracht werden.

Dennoch hat die Stadt Düsseldorf sich bereit erklärt, das MPG in das Pilotprojekt "Energie- und Wassereinsparung in Schulen durch geändertes Nutzerverhalten" einzubeziehen. Bei diesem an das "Hamburgische Energiesparprojekt" angelehnten Pilotprojekt kommen die Einsparungen durch Nutzerverhalten zu 50% der Schule und zu 50% dem Kommunalhaushalt zugute.
Zur Umsetzung dieses Projektes wurde am MPG eine Arbeitsgruppe gebildet, die mit Unterstützung der Stadt und weiterer Institutionen konkrete Vorgehensweisen in der Schule erarbeitet hat. So wurden die Lehrer, Schüler und Eltern in den jeweiligen Gremien informiert und aufgefordert, das Projekt aktiv zu unterstützen. Es gab bereits mehrere Aktivitäten. Näheres dazu auf unserer Projektseite.

Z.B wurde 2001 ein Einsparwettbewerb durchgeführt, Ziel war es das Bewusstsein aller Schüler für die Notwendigkeit zu schärfen Energie und Wasser einzusparen.

Seit 1997 haben die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer und ganz besonders unser Hausmeister Herr Steinle, Energie- und Wasserkosten von über 48000.- DM und über 16000,- € eingespart, die zur Hälfte unserer Schule wieder zur Verfügung standen.
Davon wurde teilweise wieder in Energieeinsparmaßnahmen investiert, der Rest kommt verschiedenen Einrichtungen der Schule zugute.

Erschwert werden alle unsere Absichten aufgrund der bedrückenden Mängel bei der Wärmeisolation des Gebäudes. Um die Situation etwas zu verbessern hat 1997 ein Gruppe von Schülern der Oberstufe alukaschierte Styropurtapete hinter den Heizkörpern der meisten Räume geklebt. Dabei wurde die Aktion vom nahe gelegenen damaligen Stinnes Baumarkt gesponsert.

Erste Schritte die Wärmeverluste zu reduzieren sind von der Stadt in Angriff genommen worden:
- die Heizanlage wurde erneuert (1998) und eine computergesteuerte Regelanlage eingebaut
- an den Heizkörpern wurden Thermostatventile eingebaut (1998/99)
- die Fenster der Südseite des Mittelstufentraktes aus dem Jahr 1957 wurden ersetzt (1999)
- die Fenster der Westfront des Verwaltungstraktes mit einem Alter von 43 Jahren wurden im Herbst bzw. Winter 2000 ersetzt (Kosten: >700000,- DM)
- die Fenster in der Aula sind im Frühjahr 2002 ersetzt worden
- die Fenster im Haupttreppengebäude wurden im Mai/Juni 2002 ersetzt
- die Fenster des Oberstufentraktes aus den 70er Jahren wurden im Dezember bis Februar 2005 ersetzt
- die Fenster des nördlichen Teiles des Unterstufentraktes aus den 70er Jahren wurden 2005 ersetzt.
- die Fenster der Nordseite des Mittelstufentraktes aus dem Jahr 1957 wurden ersetzt (2007)

Im Bereich Wasserverbrauch ist das Einsparpotential nach Aufgabe des Lehrschwimmbeckens durch die Stadt zunächst recht groß und erfolgreich gewesen, weitere Einsparmaßnahmen durch unser Nutzerverhalten sind aber kaum möglich. Sollte die Stadt bereit sein das Regenwasser der Dachflächen zu sammeln und damit die Toilettenspülung zu betreiben, würden sich die Möglichkeiten jedoch enorm ausweiten. Dazu gibt es von uns einige Vorschläge.

Die Stadt hat zugesagt, dass das Regenwasser des Unterstufendaches auf dem Schulgelände versickern soll und nicht mehr in den Schmutzwasserkanal fließen soll. Die Baumaßnahme ist aber noch nicht durchgeführt worden.

Ein weiterer Aktionspunkt ist die von der Stadt uns angebotene "Braune Tonne". Der Anteil organischen Abfalls ist aber nach einer bei uns durchgeführten Untersuchung recht gering, so dass sich auch unter Berücksichtigung hygienischer Aspekte eine Sammlung in den Klassen als wenig sinnvoll erweist. Die drei Braunen Tonnen werden somit vorerst ausschließlich vom Hausmeister Herrn Steinle für Laub genutzt.

Altpapier wird schon seit Jahren separat gesammelt.

Der Schulträger hat also seit 1998 begonnen durch investive Maßnahmen die desolate ökolgische Bilanz (s.Gutachten von IC Consult 1995) zu verbessern.

Wolfgang Lorentzen

Links:

Lichtverschmutzung in Europa und weltweit

Wie man richtig Energie und Geld sparen kann.

Energie- und Wassersparprojekt

Energie- und Wassereinspar-wettbewerb 2001

Photovoltaikanlage am MPG

Projekt zum Thema Wasserverbrauch

Klima

Der UNO-UMWELTATLAS

Internet-Links