Beratungskonzept am MPG

Juni 2001

Wir, die Kollegen Jakobs, Schwarze, Winter und V. Becker, die an der Erarbeitung dieses Konzepts beteiligt waren, haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Schüler, die keine Schwierigkeiten hatten, ihren Alltag zu bewältigen, plötzlich in ihren Leistungen deutlich abfallen, das Klassen-/Jgst.-ziel nicht erreichen, beginnen die Schule zu schwänzen oder durch ihr Verhalten den Unterricht zu "stören".
Diese Verhaltensänderungen haben Ursachen, die in der Schule selbst, aber auch im Elternhaus, dem Freundeskreis oder in der Frage nach dem „Sinn des Ganzen" liegen. Manchmal wenden sich Schüler oder deren Eltern in diesen Situationen auch an ihre Lehrer und bitten um Hilfe, um Rat, um Unterstützung.

In der Arbeit an unserem Schulprogramm entstand die Idee dieses Angebot auf Hilfe zu verbessern und mit einem Kreis von Kollegen zu festigen, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen gleichen Beratungsprinzipien (Zuhören - Ernstnehmen - Nachfühlen) verpflichtet fühlen.

Ab Herbst 2001 wollen wir ein Angebot machen, das hilft, Probleme und Krisen, die über fachliche Schwierigkeiten hinausgehen und

- den Schulabschluss gefährden,

- den Schulalltag belasten,

- einen geregelten Schulbesuch schwierig machen

zu bewältigen.

Wir bieten Schülern, bei Bedarf auch Eltern, Hilfe an, Probleme besser zu verstehen und sind bei der Suche nach passenden Lösungswegen behilflich.

Die Gespräche, die wir zur Lösung der Konflikte anbieten, sind anonym und finden außerhalb der Unterrichtszeiten statt. Nur in Übereinstimmung mit den Beratungssuchenden werden weitere Personen hinzugezogen. Wir als Beratende bieten Unterstützung in folgenden Bereichen an:

HERR V. BECKER: Allgemeine schulische Beratung (ausbebildeter Beratungslehrer)


FRAU JAKOBS: Gewaltprävention

Angebot: I) Beratung von Schülern, die sich einer Konfliktsituation nicht gewachsen sehen.
Dabei geht es besonders um solche Konflikte, die eine Art von Gewalterfahrung enthalten.

Angebot: II) Klärungsdialoge zum Nachvollzug und Bewusstmachung der inneren und äußeren Abläufe der Konfliktsituation.

Angebot: III) Hilfe innere Turbulenzen unter Kontrolle zu bringen. Unterstützung bei der Suche nach konkreten Lösungswegen.

Seit 2004: das Streitschlichterkonzept


HERR SCHWARZE: Schullaufbahnkrisen - Für Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe.

Angebot: I) Hilfe bei der Bewältigung diffuser Lernschwierigkeiten, die beginnen das Klassenziel oder den Schulabschluss zu gefährden.

Angebot: II) Unterstützung bei Schwierigkeiten im Elternhaus, dem Klassenverband oder der Jahrgangsstufe, die auch den Schulalltag belasten. Angebot: III) Begleitung in schwierigen Lebenssituationen, die den "Sinn des Ganzen" nicht mehr klar haben, in der ich die Frage, warum ich da bin und zur Schule gehe, nicht mehr zufrieden stellend beantworten kann.

Angebot: IV) Koordination mit außerschulischen Beratungsstellen und dem Berufsinformationszentrum des Arbeitsamtes Ddf.


HERR WINTER: Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung

Angebot: I) Einzelfallbezogene Information und Beratung einzelner Schüler und der Eltern.
Eventuell: Vermittlung von Beratern/Beratungsstellen

Angebot: II) Gesprächspartner und Ansprechpartner bei Fragekreisen der Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung

Angebot: III) Sekundär: Hilfe und Unterstützung geben in der Zusammenarbeit mit den jeweiligen Schülern, Eltern u. Lehrern bei der Planung/Gestaltung von Informationsveranstaltungen, usw. zum oben genannten Themenkreis

Angebot: IV) "Materialpflege", Aufbau u. Betreuung von Sammlungen/Medien zum o.g. Thema auch zur Bereitstellung und Weitergabe an Interessenten zum Informationsaustausch 

Schüler gegen Mobbing - oder: Die Würde des Menschen ist unantastbar...

Seit August 2007 (Erlass):
Neue Maßstäbe bei der Verhütung und Bekämpfung von Jugendkriminalität - Mehr Sicherheit durch konsequente Zusammenarbeit...

Telefonnummern für Rat und Hilfe in Düsseldorf

Seit 2004: das Streitschlichterkonzept