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Max Planck
Max Planck 1938 als Achtzigjähriger

Zeittafel 

1858        

23. April, Max Planck in Kiel als Sohn des Juraprofessors Wilhelm Planck geboren.

1874

Abitur in München

1874

Beginn des Studiums der Physik in München; es folgen Semester an der Berliner Universität, danach wieder in München

1879

28. Juni Doktorexamen summa cum laude. Thema der Dissertation »De secunda lege fundamentale doctrinae mechanicae caloris«
(Vom zweiten  Hauptsatz der mechanischen Wärmetheorie)

1880

Habilitiert sich in München mit der Arbeit »Gleichgewichtszustände isotroper Körper«. Privatdozentur daselbst.

1885

außerordentlicher Professor für mathematische Physik in Kiel

1886

31. März, Planck heiratet. Aus der Ehe gehen zwei Söhne und zwei Töchter hervor. Die Familie erwirbt später ein Haus in Berlin-Grunewald; 1944 wird es total zerstört. Damit gehen unersetzliche Dokumente verloren, die für eine gründliche Biographie erforderlich gewesen wären.

1889

Planck nimmt den Ruf nach Berlin als Extraordinarius auf Kirchhoffs Lehrstuhl an.

1892

Planck wird zum ord. Professor für theor. Physik in Berlin ernannt.

1894

Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Planck befaßt sich mit der Thermodynamik.

1899

Mai: Planck entdeckt eine neue Naturkonstante, das nach ihm benannte Plancksche Wirkungsquantum.

1900

14. Dez., Planck trägt der Berliner Physikalischen Gesellschaft die Deutung seines Strahlungsgesetzes vor und führt das elementare Wirkungsquantum h in die Physik ein.

Planck begründet die Quantentheorie, die die Physik revolutioniert und sie zu einem Grundlagenfach der Naturwissenschaften macht. Erst mit weitergehenden Deutungen von Albert Einstein und dem Bohrschen Atommodell gelingt der Planckschen Quantentheorie zehn Jahre später der Durchbruch.

1905

Einsteins erste Veröffentlichungen zur spez. Relativitätstheorie. Es folgt die Aufstellung der Lichtquantenhypothese

1905 bis 1909

Planck ist Vorsitzender der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

1909

Plancks Frau gestorben

1911

Planck heiratet zum zweiten Male: Marga von Hoesslin. Dieser Ehe entstammt Plancks dritter Sohn.

1912

Planck wird das Amt des Sekretärs der naturwissenschaftl. Klasse der Preuß. Akademie der Wissenschaften übertragen. Er legt es 1938 mit achtzig Jahren nieder.

1913

Er wird Rektor der Berliner Universität. Planck betreibt die Aufnahme Einsteins in die Preuß. Akademie; Einstein erhält damit eine Forschungsprofessur zum Ausbau der Allg. Relativitätstheorie. 1915/16    Plancks Töchter nacheinander gestorben.

1915

Verleihung des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste.

1915/16

Planck hat abermals den Vorsitz der Deutschen Physikalischen Gesellschaft inne.

1917

Plancks ältester Sohn vor Verdun gefallen.

1918

Nobelpreis für die Begründung der Quantentheorie. Übergabe des Preises am 2. Juni 1920 in Stockholm.

1926

Emeritierung.

1928

Verleihung des Adlerschilds des Deutschen Reichs.

1929

Juni: Aus Anlaß seines Goldenen Doktorjubiläums stiftet die Deutsche Physikalische Gesellschaft die Max-Planck-Medaille, deren erste Preisträger Planck und Einstein sind.

1930

Planck wird Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (seit 1949 in Max-Planck-Ges. umbenannt).

1932

1932

1933

Einstein emigriert nach den USA. Er gibt die Mitgliedschaft in der Preuß. Akademie der Wissenschaften von sich aus auf, vermutlich um Planck die Peinlichkeit zu ersparen, ihn auf Befehl des Nazi-Regimes hin ausschließen zu müssen. Im Frühsommer wird Planck bei Hitler vorstellig, um weitere Entlassungen von Juden aus deutschen Instituten zu verhindern. In einem persönlichen Gespräch warnt er Adolf Hitler vor den verheerenden Folgen der Entlassung von jüdischen und politisch missliebigen Wissenschaftlern. Die Unterredung bleibt ohne das erhoffte Ergebnis. Er selbst bemüht sich, die Entlassung einzelner jüdischer Wissenschaftler durch Verzögerung zu entschärfen.

1935

Trotz offizieller Verbote organisiert er eine Gedenkfeier für seinen im Exil verstorbenen jüdischen Kollegen Fritz Haber.

1937

Planck muß den Vorsitz im Präsidium der Kaiser-Wilh.-Ges. auf politischen Druck hin niederlegen.

1945

23. Januar, Plancks Sohn Erwin wird als Angehöriger des »Popitz-Kreises« in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

1945

16. Mai, Planck und seine Frau finden Aufnahme bei ihren Göttinger Verwandten - Planck wird wieder Präsident der KWG.

1947

18. September : Max-Planck stimmt zu, dass das Prinz-Georg Gymnasiums Düsseldorf in Max-Planck Gymnasium umbenannt werden darf.

4. Oktober Max Planck stirbt in Göttingen.

1949

Die KWG wird in der Bundesrepublik Deutschland als Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (MPG) zugelassen und entwickelt sich zur bedeutendsten außeruniversitären Forschungseinrichtung.

Max-Planck-Gesellschaft 

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