Brief von Frau Marga Planck an den Schulleiter Oberstudiendirektor Knaut der Max-Planck-Schule, Düsseldorf vom 27. 12. 1947

Sehr geehrter Herr Direktor!

Herzlichen Dank für Ihren freundlichen Brief und die Ehre, die Sie mir erweisen, für meinen Mann Patronin Ihrer Schule zu sein. Wie viel schöner wäre es allerdings gewesen, hätte er persönlich mit Ihnen und Ihren Schülern in Verbindung treten können, statt meiner Wenigkeit!

Es sollte nicht sein. Nach schwerem Schicksal und körperlichem Leiden müssen wir ihm die ewige Ruhe gönnen. - Sicher war Ihr Weihnachtsspiel sehr eindrucksvoll - es ist schön, dass man trotz der Trümmer und trotz aller Schwierigkeiten wieder eine solche Unternehmung wagen kann.

Gern schicke ich Ihnen ein Bild, oder besser einige Bilder. Leider sind sie alle zu klein und müssten vergrößert werden. Ich bin an älteren Bildern im reifen Mannesalter sehr arm dran, weil alles in unserem Hause verbrannt ist. Eines davon, vor seinen Büchern sitzend, ist noch dort aufgenommen. Aber ich weiß nicht, ob es sich zur Vergrößerung eignet. Das mit den gefalteten Händen ist aus derselben Zeit, ich liebe es sehr, obschon es sicher ernst ist.

Ich wollte Ihnen eben gerne ein en face-Bild und eine Profil-Bild geben, da sein Profil besonders charakteristisch ist. Auch das erst 1947 in Bonn aufgenommene Bild ist sehr gut.

Also haben Sie die Wahl. Ich muß nur leider um Rückgabe der Bilder bitten, weil ich sie original nur dies eine mal habe. Das Bild aus Bonn 1947 dagegen, könnten Sie behalten. Auch mit den Unterschriften oder sonstigen Schriftproben steht es ganz schlecht. Auch diese müssten Sie sich abphotographieren lassen - die Unterschrift aus der Bonner Universitätsklinik steht frei zur Verfügung - damit sie nicht verloren geht, habe ich sie nicht herausgeschnitten.

Wenn mir noch etwas passendes an Schriftprobe in die Hände kommen sollte, werde ich an Sie denken.

Mit den besten Wünschen

Ihre ergebene

Marga Planck

Der Brief im Original (Faksimile)

Max und Marga Planck 1947